Barcamp Hamburg

In Kürze findet wieder das Barcamp Hamburg statt. Die Karten sind gerade verfügbar – und meistens schnell ausverkauft.

Diese (nichtkommerzielle) Veranstaltung mit dem ominösen Namen „Barcamp“ findet seit 12 Jahren hier in Hamburg statt. Es gibt auch in anderen Städten Barcamps oder auch „Unkonferenzen“.

Eine Unkonferenz oder ein Barcamp stellt eine Art Gegenentwurf zu etablierten Konferenzen dar. Das Barcamp wird beispielsweise ohne Gewinnabsicht ausgerichtet, zahlt auch keine Honorare an Redner und ist in der Regel sehr sehr preisgünstig (das dort gebotene Essen allein ist schon mehr wert). Nicht selten sind trotzdem auch Keynote-Speaker oder Experten anwesend, die dort ihre sonst hochpreisigen Vorträge gratis abhalten. Sessions, die überwiegend werbenden Charakter haben, sind hingegen nicht gerne gesehen.

Das Motto des Barcamps kann man so beschreiben, dass es von den Teilnehmern für die Teilnehmer ist. Jeder darf sich aufgerufen fühlen, eine Session (max. 45 Minuten) anzubieten. Wobei das selbstverständlich kein Muss ist.

Eine Session – das kann praktisch alles sein. Sie findet in einem zugeteilten Raum statt, je nach Anzahl der Interessenten. Oft wird als Format der Vortrag gewählt, aber es werden auch mal Diskussionsrunden geführt oder sich einfach nur mit ein paar Teilnehmern über ein Thema der Wahl ausgetauscht. Eine Session kann aber auch ein „Wein-Tasting“ sein, eine Brettspiel-Session, oder man möchte sich über Kinderbücher austauschen. Selbst Serienjunkies kommen auf ihre Kosten, denn ein Teilnehmer bot die letzten Jahre immer eine Session mit kurzen Previews an. Immer wieder gern besucht sind auch die Sessions von Sigurt Lucht, bei dem es um Atmen und Lachen geht. Bunter geht es kaum.

Wer also Lust verspürt, den Fernseher, den Laptop, das Tablet oder sonst etwas, das gefangen hält, mal auszuschalten, und an diese Stelle die Realität mit ihren Chancen treten zu lassen, der ist auf dem Barcamp genau richtig. Lass dich inspirieren, triff Menschen, tausch dich aus – überwinde den inneren Schweinehund.

Nachtrag:

Ein wirklich gelungener Videobeitrag vom Barcamp Kiel gibt es hier:
https://www.youtube.com/watch?v=YBYoPcTlYNU

Passwort Database von www.ronorp.net dürfte gehackt worden sein

Meine Partnerin hat eine E-mail bekommen, in der ihr individuelles, kryptisches Passwort auftaucht, das ausschließlich auf der Seite http://www.ronorp.net als Passwort vergeben wurde.

Die E-Mail enthält folgenden erpresserischen Text:

Von: ehk@marcopolohotel.net
Datum: 11. Oktober 2018 um 04:59:41 MESZ
An:
Betreff: Password veU$nQnf5Ake9(

It seems that, veU$nQf5Ake9( is your password. You may not know me and you are probably wondering why you got this e-mail, right?

Actually, I setup a malware on the adult vids (porno) web-site and guess what, you visited this site to have fun (you know what I mean). While you were watching videos, your internet browser started out functioning as a RDP (Remote Desktop) having a keylogger which gave me accessibility to your screen and web cam. After that, my software program obtained all of your contacts from your Messenger, FB, as well as email.

What did I do?

I backuped phone. All the photo, video and contacts.
I created a double-screen video. 1st part shows the video you were watching (you’ve got a good taste haha …), and 2nd part shows the recording of your web cam.

Exactly what should you do?

Well, I think, $800 is a fair price for our little secret. You’ll make the payment by Bitcoin (if you do not know this, search “how to buy bitcoin” in Google).

BTC Address: 18sYDUVZ6kTkiNJrWTPFBZ7cCCxJR6TKae
(It is cAsE sensitive, so you should copy and paste it)

Important:
You have one day in order to make a payment. (I have a unique pixel in this e-mail, and at this moment I know that you have read through this email message). If I do not get the BitCoins, I will certainly send out your video recording to all of your contacts including relatives, coworkers, and so on. Having said that, if I receive the payment – I’ll destroy the video immediately. If you need evidence, reply with “Yes!” and I will send out your video recording to your 6 contacts. It is a non-negotiable offer, that being said don’t waste my personal time and yours by responding to this message.

Das lässt den Schluss zu, dass die Website www.ronorp.net die Benutzerdaten inklusive Passwörter unverschlüsselt auf ihren Servern abgelegt hat, oder – was unwahrscheinlicher ist – die Verbindung irgendwo bei der Übertragung mitgeschnitten wurde.
Sonst noch jemand betroffen?
Wieder ein Grund mehr, niemals Passwörter mehrfach zu nutzen.

Kartoffel-Lotto

Was man im Gemüse-Höcker seiner Wahl so angeboten bekommt, gleicht heute ja einer Gemüse-Lotterie – sofern man nicht mindestens ein Bachelor-Studium in Gemüsologie erfolgreich abgeschlossen hat. Die Kartoffel und ihre Sorte sind mir dabei seit Jahren ein besonderes Mysterium. Sie tragen häufig Frauennamen (wo bleibt Alice Schwarzer?), können sich in unterschiedlichen Farbe schmücken und es gibt sie in regelrecht unterschiedlichen „Aggregatzuständen“ nach dem Kochen, zwischen fast Kartoffelbrei bis ziemlich fest. Die gasförmige Kartoffel ist mir indes mehr nach der Verstoffwechselung begegnet.
Allem Gequatsche zum Trotz interessiert mich persönlich eigentlich nur eins: Wie schmeckt die Knolle? Gegebenenfalls nachrangig gefolgt von der oben bereits erwähnten Konsistenz nach dem Kochen, in Abhängigkeit vom Verwendungszweck.
Brauchbare Informationen [1] hierzu sind mir bisher trotz Recherche wenige begegnet (Nachtrag: während des Schreibens dieses Beitrags sind plötzlich doch Informationen verfügbar), weswegen ich mich entschließe, meine gustatorischen Wahrnehmungen hier zu persistieren, damit ich künftig in der Kartoffelabteilung flux drauf zurückgreifen kann:

bereits gefuttert:

Mein bisheriger Favorit: LINDA
sehr gut schmeckend, für Bratkartoffeln geeignet, fangen aber schon nach wenigen Tagen in meiner Vorratskammer (mangels Kühlmöglichkeit eher eine Brutkammer) an zu keimen. Qualität derzeit sinkend, wegen irgendwelcher ausgelaufener Lizenzen, daher aber oft sehr günstig.

Allians: hat mir beim letzten Essen gut geschmeckt. Soll als Linda Nachfolger gehandelt sein.

Princess: Allzwecksorte, charakterisiert durch gelbe Farbe. Kann ich geschmacklich tolerieren, wobei noch Luft nach oben ist.

Agata: festkochend. Hielt trotz ziemlich warmer Lagerung lange durch, ohne zu Keimen. Geschmacklich eher sehr langweilig, was allerdings zur Ehrenrettung dieser sonst gelobten Kartoffel wahrscheinlich an der Herkunft aus Spanien und dem Kauf bei Discounter lag. Ein weiterer Test mit Herkunft vom Wochenmarkt ist nötig.

Marabel: Angeblich auch sehr beliebt. Konnte mich geschmacklich jedoch nicht überzeugen, trotz Deutschland als Ursprungsland. Kommt somit nur als Alternative in Frage, sofern nichts besseres verfügbar ist.

Madeira: Fand ich gut essbar, wurde von mir als Gratin verarbeitet. Kann aber auch gut als reine Pellkartoffel herhalten.

Gala: Eher mehligkochend. Hat mir auch ganz gut geschmeckt.

Klärungsbedarf:

Empfehlungen (bisher ungetestet):

Annabelle: (lange haltbar, viel in der Pfalz angebaut), soll meinem Favorit Linda sehr ähnlich sein. Im Süden Deutschlands angeblich sehr beliebt.

Internetrecherchen deuten darauf hin, dass folgende Sorten (für mich!) brauchbar sind:

Cilena, soll gut zu langern sein und gut schmecken. Angeblich zeitweise die beliebteste Kartoffel Deutschlands.

Belana, sollen der Nachfolger von Linda sein. Sie wird meiner Verkostung nicht entkommen.

Leyla

Annalena: Wird „mit hohem Speisewert“ beschrieben. Was auch immer das heißt. Sie steht auf meinem Speiseplan.

 

Kauf ich nicht mehr:

Nicola – Totalausfall, schmeckte mir das letzte Mal gar nicht. Machen einen wässrigen Eindruck und schmecken fade.

 

PS.: Madenlöcher sollen ein Qualitätsmerkmal sein und auf mit Mist gedüngte Kartoffeln hindeuten.

 

iOS 11.3 und der Akku

Wieder einmal hat es Apple geschafft, per Software die Laufzeit des iPhones drastisch zu verkürzen. Seit Installation von iOS 11.3 , sowohl auf einem iPhone 5S, als auch auf einem iPhone 7, beträgt die Akkulaufzeit höchstens noch 50%, bei gleichen Nutzerverhalten. Nicht selten „springt“ die Akkuanzeige sogar im mehrstelligen Prozentbereich nach unten, z.B. von 58% auf 20%. Während ich mein iPhone bisher im Mittel nach etwa 36 Stunden auflud, muss es derzeit nach etwa 16 Stunden, nicht selten sogar schon nach 6-8 Stunden an die Steckdose. Ohne Zusatzakku z. B. eine halbtägige Wanderung starten ist praktisch nicht möglich.

Ein ähnlicher Fehler ist Apple mit iOS 9 und dem iPhone 6 unterlaufen. Nach dem „Upgrade“ von 8.x auf 9.x sank entweder die Akkuanzeige bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius (oder sogar höher) von z.B. 50% auf 1%, oder es schaltete sich unvermittelt aus. Der Fehler wurde erst gut 1,5 Jahre später behoben.

Ein Anruf von der Hotline und ihre Folgen

11.01.2018, ein Anruf erfolgte, ein Werbeanruf. Ganz bestimmt nur mit „besten Absichten für den Kunden“:

Dem Mitbewohner eines Haushalts werden die Vorteile aufgezählt, wenn er einem Produktwechsel seines  Kommunikationsvertrages (Internet & Telefon) zustimmt, darunter fünf Euro Preisnachlass pro Monat für das erste Jahr. Die Nachteile, die mit einer Vertragsumstellung  einhergehen, technisch bedeutsame Details, nämlich dass der Telefonanschluss von einem hochverfügbaren Analoganschluss auf einen VoIP-Anschluss umgestellt werden, werden wenn überhaupt, dann nur am Rande erwähnt. Suggestiv wird das Gespräch geführt, dass die Umstellung praktisch nur Vorteile bringt. Wer kann sich da schon verweigern?

Ja“ sagt die B-Teilnehmerin, auch Mitbewohnerin genannt. Ihrerseits gar nicht mal Vertragsinhaberin, aber das interessiert die A-Teilnehmerin alias Dame von der Hotline natürlich wenig. Die Dame bedankt sich für die Einwilligung in einen Produktwechsel, will alles veranlassen. Die Mitbewohnerin fragt nach, ob sie das noch schriftlich zur Durchsicht bekäme. Die Antwort bleibt unklar.

Wenige Minuten später kann per Email bereits die „Danksagung zum Produktwechselauftrag“ im Postfach vorgefunden werden. Mit Widerrufsbelehrung, wie sich das gehört, hier ein Auszug:

Auftragsbestätigung zu Ihrem Produktwechsel

Sehr geehrter Herr Kunde,

vielen Dank für Ihren Produktwechselauftrag. Wir freuen uns, dass Sie sich für o2 DSL All-in M entschieden haben.

Die Freischaltung Ihres Anschlusses erfolgt am 26.01.2018 zwischen 8.00 und 16.00 Uhr. Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass Sie an diesem Tag bis zur Freischaltung nicht telefonieren können.

Beunruhigt und mit dem schlechten Gefühl, die Folgen des Vertrag nicht wirklich verstanden zu haben und möglicherweise zur falschen Zeit  freundlich gewesen zu sein, nämlich der Hotlinemitarbeiterin gegenüber, werde ich gerufen. Um die Lage zu checken – und den Schaden ggf. zu begrenzen.

Kurz was aufgesetzt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich widerrufe vorsorglich die von Ihnen per Email angekündigte Vertragsverlängerung!

Als Vertragsnehmer habe ich selbst zu keiner Zeit einer Vertragserklärung abgegeben und weise darauf hin, dass Ihre Schreiben von sich aus daher gegenstandslos ist.

Ich widerspreche weiterhin der telefonischen oder schriftlichen Kontaktaufnahme durch Ihr Unternehmen. Insbesondere sind darunter Kontaktaufnahmen zur Vertragsveränderung oder für werbliche Zwecke zu verstehen. Ausnahmen stellen ausschließlich die Zustellung relevanter Unterlagen wie Kündigungsbestätigungen oder Rechnungen dar, sofern sie zur Erfüllung des laufenden Vertrags unabdingbar sind.

… und abgeschickt.

Zurück kommt die Bestätigung:

Guten Tag, vielen Dank, dass Sie am 14.01.2018 Kontakt per E-Mail mit uns aufgenommen haben. Sie brauchen rasch Antwort. Deshalb werden wir uns schnellstmöglich um Ihr Anliegen kümmern und Ihre Fragen beantworten. Bis dahin: Danke für Ihre Geduld.

Sollte eigentlich verstanden worden sein, oder?

Vierzehn Tage später, der angedrohte 26.01.2018: Das Telefon streikt. So tot, wie eine Telefon nur sein kann. Eine ominöse Box soll per Post zugestellt werden – die Annahme wird verweigert. Schließlich hat man ja auch nichts bestellt!

Es folgen verzeifelte (Mobilfunk-)Anrufe des Anschlussinhabers bei diversen Hotlines, die pauschal und paraphrasiert immer die selbe Antwort tragen: „Der neue Vertrag wird ausgeführt, davon abgesehen wäre in Kürze sowieso zwangsweise auf VoIP umgestellt worden. Mit der Anschluss-Box, deren Annahme verweigert wurde, hätte man gleich weiter telefonieren können.“

Dass dies blanker Hohn ist, braucht kaum erwähnt zu werden. Allein die hausinterne Verkabelung lässt einen „hoppla-hop“-Umstieg schon gar nicht zu, da der Splitter die Amtsleitung am Übergabepunkt in zwei unterschiedliche Richtungen verteilt: Die Telefonfrequenzen in die Küche zum alten Telefon und die Datenfrequenzen ins Büro, an welcher der Router samt PC angeschlossen ist.
Ich sehe Handlungsbedarf und versuche zu vermitteln, nicht zuletzt mit der ständigen Nachfrage an die Hotline-Mitarbeiter nach dem Verbleib des eingesandten Widerrufs vom 14.Januar. Der Widerruf sei nicht dokumentiert im System, wir sollten ihn erneut senden mit dem Hinweis auf die bereits erfolgte Erstzustellung. Interessant!
Da zumindest der Telefonanschluss nun nicht mehr nutzbar ist – auf der analogen Leitung kommt die Ansage, dass das Telefonieren damit nicht mehr möglich sei – frage ich nach den SIP-Zugangsdaten, um die Telefonie schon mal über eine Fritzbox wiederherzustellen. Die Aussage der Hotline: Diese SIP-Zugangsdaten seien erst nach Technologiewechsel verfügbar und würde vom System generiert. Allerdings funktioniere die Telefonie mit der ominösen „Homebox 2“ jetzt bereits, deren postalische Annahme bereits zwei Mal verweigert wurde. WTF?
Ein weiteres Schreiben vom Provider trudelt drei Tage später ein: Die Technologieumstellung würde nun am 08.02.2018 erfolgen, es sei mit einer kurzen Serviceunterbrechung zu rechnen. Ein Witz, den höchstens der Betreiber lustig finden könnte. Im Schreiben enthalten sind auch SIP-Zugangsdaten, die jedoch (noch) nicht funktionieren. Was hat der Betreiber eigentlich am 26.01.2018 gemacht, außer der Demolierung des Analoganschlusses?

Man beugt sich. Die Telefonie wird fürs Erste dann doch über die „Homebox 2“ wiederhergestellt (in der Drittzustellung wird die HomeBox, die niemand wollte, dann doch angenommen). Was will man sonst machen? Ein bereits konsultierter Anwalt würde den Anschluss  leider auch nicht in so kurzer Zeit richten können.

Hier ein Auszug aus dem Schreiben vom 29.01.2018:

Technologiewechsel für Ihren O2 DSL Anschluss

Sehr geehrter Herr Kunde,

am 08.02.2018 zwischen 8.00 und 16.00 Uhr stellen wir Ihren O2 DSL-Anschluss auf eine moderne, zukunftssichere Anschlusstechnik um. Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass Sie in dieser Zeit vorübergehend nicht telefonieren können.

Für Sie entstehen dadurch keinerlei Kosten und Ihr vorhandener Vertrag bleibt unverändert bestehen.

Mit der VDSL-Technologie erhalten Sie mehr Bandbreite, die sich auf viele verschiedene Anwendungen positiv auswirken kann. Durch einen Wechsel auf unsere Highspeed DSL-Produkte können Sie das Mehr an Bandbreite auf Wunsch direkt aktivieren. Weitere Details finden Sie online auf www.o2.de oder in unseren Shops – wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Sie wechseln auf einen Anschluss mit Voice over IP-Technologie. In den meisten Fällen sind die Endgeräte wie z.B. Telefon, Fax, Alarmanlage oder Hausnotrufanlagen sowie EC-Cash Geräte für diese Technologie bereits geeignet. Sollten Sie ältere Geräte verwenden, empfehlen wir Ihnen, diese bis zum Umschaltungstermin zu überprüfen (ggf. ist ein Update auf den aktuellen Standard erforderlich). Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Hersteller des jeweiligen Gerätes.

Ihre Anwesenheit ist nicht erforderlich, da die Umstellung ohne einen Technikereinsatz durchgeführt wird.

Weitere wichtige Informationen zu Ihren Zugangsdaten und zur Installation der technischen Geräte finden Sie auf der nächsten Seite.

Zusammengefasst:
Nach dem „falsch verstandenen“ Wunsch nach Vertragsänderung durch die Hotline am 11.01.2018 wird schon vierzehn Tage danach und ohne jeden nachvollziehbaren Grund die Analogleitung stillgelegt, trotz Widerrufs. Die Internetverbindung bleibt funktionell. Zwangsweise soll der Kunde eine „Homebox 2“ anschließen, in der die SIP-Zugangsdaten irgendwie gespeichert sind, während man diese dem Kunden ansonsten erstmal nicht mitteilen will. Gibt es irgend eine plausible Erklärung für diese Vorgehensweise? Ansonsten ist mittlerweile klar, dass die Leitung von ADSL2+ auf VDSL umgestellt wird. Offensichtlich war dies O2 vorher selbst nicht klar, denn im ersten Schreiben vom 11.01.2017 war von VDSL noch keine Rede. Warum jedoch die Analogleitung nicht bis zum Umklemmen der Leitung (dem Technologiewechsel) am Straßenverteiler für den Kunden in Betrieb bleibt, bleibt rätselhaft.

Ende gut, alles gut?
Nach dem endlich und trotzdem zwangsweise erfolgten „Technologiewechsel“ wird die „Homebox 2“ wieder eingepackt und die Fritzbox nimmt ihren Platz ein, die SIP-Zugangsdaten funktionieren nun wie angekündigt. Aber auch nur an genau diesem Internetanschluss – entgegen der Aussage eines Hotline-Mitarbeiters der aussagte, die SIP-Telefonie gänge auch sonst überall.

Ein letztes Schreiben von Telefonica attestiert die Kenntnisnahme meines Widerrufs vom 14.01.2018: Man hätte die Mindestvertragslaufzeit storniert. Diese ist nun auf vier Wochen gemindert. Damit kann man leben.