Schreibe Dir selbst einen Brief

Schick ihn in die Zukunft, Deinen Brief – an Dich selbst adressiert!

https://www.futureme.org/

Hört sich merkwürdig an, ist aber erstklassig. Tom Tastisch, der Positivstarter schlechthin, hat mich auf die Idee gebracht: Auf die Idee, sich selbst einen Brief in die Zukunft zu schicken.

Heute kam sie an, die E-Mail von mir an mich selbst: Ich bin überwältigt.

Es ist ein Instrument, das unglaublich wirksam ist. Ich versichere, es wird Dich überraschen. Mache Dir Gedanken über Deine Zukunft und schicke sie genau dort hin: in die Zukunft. Nach der von Dir definierten Zeit bekommst Du Post von dem Menschen, der Dir (hoffentlich) am nächsten ist: Von Dir selbst.

Natürlich, es ist auch etwas Arbeit, 15 oder 30 Minuten, vielleicht sogar einen Stunde, aber es rentiert sich. Du wirst belohnt!

Simpel und doch grandios.

1&1 PHP extended Support

1&1 will Feedback …können sie haben. Und wenn ich mir schon die Mühe mache, dann gerne auch gleich öffentlich:

Ob ich zufrieden bin mit den Produkten von 1&1:
-> Da bin ich zwiegespalten. Manche Produke sind durchaus nutzbar. Aber da ist trotzdem immer Luft nach oben. Wenn ich neue Dienstleistungen in dem Bereich benötige, dann suche ich mir mittlerweile die Konkurrenz aus. Ihr (1&1) wollt mehr wissen? Das geht dann schon schnell in Richtung einer handfesten Beratung. Und Consulting kostet Geld. Punkt.

Ob ich 1&1 weiterempfehle: NEIN!
Zum dritten Mal nun schon flattert mir eine Rechnung über einen „PHP extended Support“ ins Postfach, verbunden mit der Selbstbedienung von meinem Bankkkonto.
Wir haben uns in den letzten Jahren bereits mehrfach am Telefon über die Praktik unterhalten: Dem Kunden wird ungefragt eine nicht willentlich gebuchte Leistung in Rechnung gestellt. Dazu sogar noch eine Leistung, die man oftmals gar nicht braucht.
Nach telefonischer Beschwerde wurde mir bisher das Geld wieder gutgeschrieben, wohl wissentlich, dass diese Geschäftspraktik alles andere als seriös ist. Wahrscheinlich ist das sogar rechtlich grenzwertig . Natürlich rufe ich immer persönlich auf der Hotline an. Ich gehe davon aus, dass Konzerne wie 1&1 nichts mehr scheuen als Kunden, die sich persönlich mit ihnen unterhalten wollen, denn das produziert Kosten. Hotline-Mitarbeiter kosten leider Geld. Also ran an die Strippe, 0721-9600 anrufen!

Das Geschäftsmodell mit dieser Praktik dürfte Folgendes sein: Kunden sind meist träge. Damit kann man Zaster machen.
Bei z.B. hunderttausend Hosting-Verträgen kann man einen PHP extended Support geltend machen, von denen es dann 50% gar nicht so schnell bemerken oder gar wissen, ob sie das brauchen. Von den übrigen 50% beschweren sich dann nur 5% und ein noch kleinerer Prozentsatz ist darüber ausreichend verärgert, dass er den Vertrag kündigt, bzw. zu einem seriösen Anbieter umzieht. Macht summa summarum: ganz fette Gewinne!

Aber zurück zum Feedback: 1&1-Vorstandsabteilung, ihr habt’s geschafft. Früher habt ihr mich von Hotline-Mitarbeitern zuhause und sogar auf dem Handy genervt, wenn ihr für eure Produkte werben wolltet. Meine Willenserklärung am Telefon, das zu unterlassen, habt ihr ignoriert, bis ich endlich in euerem Control-Center die tief versteckte Checkbox gefunden habe, Werbeanrufen zu widersprechen.

Und nun wollt ihr Feedback, wo ihr sonst nie zuhört. Wirkt auf mich ehrlichgesagt etwas Schizophren.

Nein, 1&1, so schnell nicht wieder!


Nachtrag: Herr M. von der Hotline hat auch zum dritten Mal die Rechnung gutgeschrieben. Meine Rückfrage, ob sich PHP komplett deaktivieren ließe, musste Herr M. verneinen. Sinngemäß „könne man es bei der Anzahl der Kunden nicht jeden recht machen“.
Ich interpretiere das so: Die Einnahmen rechtfertigt diese Geschäftspraktik. Die Controling-Abteilung wird gewiss entsprechende Geschäftszahlen herausarbeiten und daraus ableiten können, wie viele Kunden seit Einführung des „PHP Extend Supports“ 1&1 den Rücken gekehrt haben.
Denn: Es wäre ein Klacks, eine Checkbox im Control-Center zu implementieren, in der der Kunde entweder erklären kann, dass er gar kein PHP benötigt und damit die Frage nach einer Versionierung hinfällig ist, oder in der er dem automatischen Versionsupgrade zustimmt. Aber dann würde 1&1 ja keine derzeit 5,31€ pro Monat pro Kunde, der nicht widerspricht, verdienen.

Links zu ebenfalls verärgerten Kunden:

https://skillday.de/php-extended-support-von-1und1-kuendigen-widersprechen/

http://blog.mecksite.de/2017/02/13/was-bedeutet-11-extended-support-bauernfaengerei/

Und in diesem Forum möchte ein 1&1-Mitarbeiter eine Diskussion um die rechtliche Situation der Angelegenheit ungern öffentlich führen: http://www.joomlaportal.de/off-topic/315570-1-und-1-nicht-beauftragte-kostenpflichtige-zusatzleistungen.html

Warum wohl?

Der Positivstarter

Wer mich kennt, der weiß, dass ich durchaus anspruchsvoll bin. kritisch. Es ist schwer, meinen Ansprüchen gerecht zu werden. Umso mehr möchte ich gerne davon berichten, dass mir im November 2017 mal so richtig die Sprache weggeblieben ist, bzw. schlicht nur noch der Satz einfiel: „Der hat mal einfach alles richtig gemacht.“ Und da bin ich schon sehr verblüfft.

Ich schreibe gerade von einem Youtube-Kanal, nein, Blog, nein, einer Community mittlerweile, die ihresgleichen sucht. Es handelt sich um die Seite positivstarter.de, bzw. diesem gewissen Tom Tastisch, wie er sich nennt, der mich praktisch immer wieder ins Staunen versetzt.

Was ist nun damit?

Auf dem jährlichen Barcamp Hamburg habe ich mir die Chance entgehen lassen, den Vortrag eines „bunten Vogels“ anzusehen, weil ich mal wieder voreilig schnell geurteilt hatte. Gut, die Sessionplanung war praktisch schon durch, und dann kommt dieser Tom mit seiner grünen Hose auf die Bühne, beginnt damit, „dass er so verrückt sei…“ und mit „…sich dabei filmt“, da war ich dann schon raus. Raus, nachsehen, welche anderen Sessions ich besuchen möchte.

Im Nachgang des Barcamps zuhause musste ich jedoch schnell feststellen, dass das, was dieser bunte Tom Tastisch produziert, mit relativ schlichten Mitteln, so ziemlich das Eindrucksvollste ist, was ich seit langem gesehen habe. Kein Youtube Channel der üblichen Sorte, wie es sie bereits zu Hunderttausenden gibt. Nein, es ist ein Kanal mit Format. Ein Format, das durchdacht ist, das begeistert, und an dem ich wirklich nichts auszusetzen finde. Ein Format, das authentisch ist. Es ist ein Kanal von ihm, für uns, und umgekehrt. Er ist einfach köstlich.

Tom Tastisch hat sich in den vergangenen Jahren offensichtlich viel mit Themen wie Wahrnehmung, NLP, Kommunikation oder positiver Psychologie beschäftigt, unterschiedlichste Vorträge und Seminare besucht, ja sogar in Harvard studiert. Herausgekommen ist ein Extrakt, eine Zusammenfassung aus all dem und nur dem Besten. Die Grundlage für ein Routine, mit der man bei kontinuierlicher Anwendung seine Wahrnehmung zum Positiven hin verändern kann. Das Interessante und für mich Neue an der Sache ist: Glück ist also „trainierbar“.

Mach Glück zur Gewohnheit – ist sein Slogan. Schlicht daherkommend, unscheinbar, quasi understatement. Und gerade das macht es aus – Glück kommt selten von selbst – und wenn doch, dann meistens nur für kurze Zeit. Glücklich sein, das kann man jedoch trainieren, indem man täglich seinen Blickwinkel auf die Dinge lenkt, die eben gut gelaufen sind, indem man die vermeintlich selbstverständlichen Dinge als nicht mehr trivial ansieht. Und indem man sich Ziele setzt, realistische Ziele. Indem man sich nur mit sich selbst misst – und nicht mit Anderen oder gar falschen Idealen.

Toms Kanal ist randvoll –  mit Überraschungen. Er ist dynamisch – und übertrifft sich darin oft noch selbst.

Und warum jetzt alles richtig?

Die Morgenroutine, mit der Tom morgens aufschlägt ist perfekt. Es gibt gleich eine ganzen „Katalog“ von Punkten, die Dich in den positiven Tag starten lassen. Da wären zu nennen die

  • „Intro Imagination“, die Dir erklärt, dass das „Dein Tag“ ist, dann die
  • Dankbarkeitstechnik, sich also ins Gedächtnis rufen, was z.B. gestern besonders gut gelaufen ist, gefolgt von einer
  • positiven Inspiration, also mal gute Nachrichten von draußen. Das als Kontrast zu den etablierten Nachrichten, die praktisch nur noch auf Skandale und Katastrophen aufbauen. Dann kann man versuchen, eine
  • positive Gewohnheit zu installieren, z.B. täglich einen Freund/Bekannten kurz zu kontaktieren und auch hier den Fokus auf die guten Eigenschaften zu richten. Es folgte
  • eine Zielsetzung, in der man Zeit für sich einplant, eine Sache am Tag zu erledigen, die man möchte. Dann kommen
  • Powersätze, auch eine Art Selbstkonditionierung, in der man sich vorteilhafte Eigenschaften vor Augen (oder die Ohren) führt.

Abgerundet wird die gesamte Session durch die gekonnte Moderation von Tom, gespickt mit Jingles und musikalischer Untermalung, als auch der Kommunikation mit der Community, die das Geschehen verfolgt und für einen guten Start in den Tag nutzt.

Und als wenn dieses Angebot nicht schon genug wäre, nein, es steht auch noch ein aufwändig programmierter Internetauftritt zur Verfügung, in dem man sich täglich treffen und gegenseitig anspornen kann. Geht’s noch besser? Nein, eigentlich nicht. Wenn da nur nicht dieser Tom wäre, für den der gegenwärtige Zustand „perfekt“ gerade mal Ansporn genug ist, die Messlatte trotzdem stets weiter rauf zu setzen.

Und ja, rational betrachtet ist das ein gegenseitiges Geben und Nehmen, es macht Spaß dabei zu sein – und wenn ich als Nachteule tatsächlich freiwillig morgens um 6 Uhr aufstehe, dann muss schon irgendwas passiert sein – diesmal eben nur im positiven Sinne.